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Die Vorbereitungen zur Wiedereröffnung der Liebfrauen-Basilika am 15. August 1951

Bericht von Küster Martin Jansen

Wortgetreue Transkription (Bistumsarchiv Trier, Judith Boswell) des Auszugs zum Wiedereinzug in die Trierer Liebfrauenkirche nach dem Kriege aus dem Regeln- und Traditionsbuch I. Begonnen am 1.5.1951, S. 37-48. BATr Abt. 71,6 Nr. 1182-1: Angelegt von Martin Jansen, Küster der Pfarrei Trier Liebfrauen und St. Laurentius von 1951 bis 1988

Rechts Küster Martin Jansen

[S. 37]

Wiedereinzug in die Liebfrauenkirche 15. August 1951

Schmuck:

Beginn der Vorbereitungen etwa 2 Monate vorher. Die Ausschmückung hatte H.H. Rektor Schwickert [W. Schwickerath?] leitend übernommen.

Lärchen und Edeltannen, in großen grauen Töpfen und mit Grün abgedeckten Mülltonnen waren so aufgestellt, das [sic!] das Zentrale des Kirchenraumes betont war. (Die Bäume kamen vom Hochwald, Revierförsterei Beuren).

Die hl. Insel war mit kostbaren Perserteppichen ausgelegt, die von Angehörigen der Pfarrei für diesen Tag geliehen waren.

Der Hochaltar blieb mit Absicht ohne großen Schmuck. Die flachen 6 Leuchter waren mit Tannenzweigen ausgelegt, so daß die Kerzen gleichsam aus dem Grünen herauswuchsen.

An den westl. Vierungssäulen waren rote Tonvasen mit Sonnenblumen aufgestellt auf den Sockeln. Die Säulennischen beiderseits des Sakramentsaltares waren mit zarten Girlanden geziert.

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Die Seitenaltäre, die zum 15. noch nicht gedeckt waren, schmückten Sonnenblumen, Blumenkörbe, bzw. die Mensa war mit Tannengrün abgedeckt.

Auch der Marienaltar war so geschmückt. Mit Absicht wurde auf besonderen Schmuck verzichtet, weil gegenüber der Kanzel auf dem Ambo ein Muttergottesaltar aufgebaut war. Die Säule war durch ein mit Tannengrün bestecktes Drahtgitter verdeckt, was den Hintergrund bildete. Gitter u. Befestigung derselben sind so gehalten, daß sie auch sonst benutzt werden können (Marienaltar, Krippe). Die Madonna stand auf einem säulenartigen in Steinfarbe gehaltenen Unterbau. Der Hauptblumenschmuck bildeten Sonnenblumen. 6 große Leuchter (geliehen vom Dom) mit großen, dicken Kerzen waren zu 3 u. 3 in zwei Reihen verschiedener Höhe aufgestellt. Das Paradies war bis auf die Nische des ehem. Portals zum Dom nicht geziert. Die Nische selbst warmit Draht (Maschendraht) überspannt, der

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mit Tannengrün besteckt war u. mit roten Beeren,Hagebuttenart.

SW u. NW-Treppentür[m]chen zierten kleine Fahnen. Im Vierungsturm war nach jeder Seite einegroße Fahne herausgehängt. Beiderseits des Hauptportals und auf der anderen Straßenseite waren die überzähligen Bäume aufgestellt, ebenso vor der Bauhütte der Steinmetzen am Dom.

Erfahrungen:

Die Anlieferung der Bäume und des Tannengrüns hätte vielleicht einen Tag früher erfolgen können. Es wäre dann nicht notwendig gewesen, daß der Sonntag zum Arbeiten u. Aufstellen der Bäume benutzt worden wäre. Im Übrigen drängte sich alles auf den letzten Tag zusammen. Der Baldachin wurde nach 1800 Uhr aufgestellt und bis alles fertig war, war es 2300 Uhr.

Es war alles gut organisiert und alles, was gebraucht wurde, war zeitig da.

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Feierliches Eröffnungspontifikalamt gehalten von Sr. Excellenz Weihbischof Dr. Stein

Der Thron für den H.H. Bischof und die Sedilien für die höheren Ministri war an diesem Tage vor

dem Sakramentsaltar aufgestellt. (Besprechung u. Ortsbesichtigung in Anwesenheit von Sr. Excellenz erfolgte 10 Tage vor dem 15.8.) 1 Faldistorium für den H.H. Bischof und vier Sedilien für die höheren Ministri und den bischöflichen Kaplan waren vom Dom geliehen. Vom Dom waren ebenfalls geliehen 2 Betstühle und mehrere Sedilien u. Sessel für die der Feier

beiwohnenden höheren Geistlichen, sowie Hocker für die Meßdiener. Betstühle u. Sedilien für die anwesenden höheren Geistlichen waren beiderseits der Insel im Raum zwischen Hoch- und Sakramentsaltar aufgestellt. Hocker für die Meßdiener waren im Rund der Insel aufgestellt. Die Gäste und die Vertreter der Militärregierung, der Landesregierung, der Stadt hatten namentlich reservierte Plätze in den ersten Bänken

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des Mittelschiffes. Die restlichen Bänke waren reserviert für Architekten, Unternehmer, Vertreter der am Wiederaufbau beteiligten Firmen und den Kirchenvorstand. Der feierliche Ein- u. Auszug erfolgte durch das Ostportal. (Empfang des H.H. Bischofs vor dem Ostportal.) Die Geistlichen und die höheren Ministri kleideten sich in der Sakristei an. Dort war also ausgelegt für den Presbyterassistens, den Diakon und den Subdiakon. Der H.H. Weihbischof legte die Pontifikalgewänder in der Domsakristei an, die dort in folgender Reihenfolge ausgelegt waren:

[Vor dem Anlegen der Paramente: Praeparatio ad missam, Lavabo, Anziehen der Pontifikalschuhe] Meßgewand, Dalmatika, Tunicella, (Manipel) Stola, Cingulum, Albe, Humerale = Schultertuch. Stab und die Mitra (Pretiosa) nahm der H. H. ebenfalls in der Domsakristei. Die einfache Mitra, die

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Schultervela für Stab und Mitraträger nahmen die Meßdiener mit von der Sakristei Liebfrauen

aus. Der Kanon befand sich ebenfalls in der Domsakristei und wurde vom Küster im Domkreuzgang dem Minister de libro gegeben und nach dem Amt für die Danksagung wieder in die Domsakristei gebracht. Den [sic!] Leuchter mit der Kerze stand auf der Kredenz u. wurde vom Minister de candela nach dem Einzug erst genommen. Auf der als Kredenztisch benutzten Bank waren bereitgestellt:

1.) der gedeckte Kelch,

2.) Manipel,

3.) Kanne mit Schüssel u. Handtuch für Händewaschung (4x im Pontifikalamt),

4.) die Meßkännchen,

5.) die Schellen,

6.) die Navikula,

7.) eine Schüssel für die Pontifikalhandschuhe,

8.) das Gremiale,

9.) das Kanonbuch (während dem Amt, sofern nicht gebraucht),

[S. 43]

10.) Leuchter mit Wachskerze,

11.) Pult mit Meßbuch,

12.) Rituale für das Te Deum,

13.) Evangelienbuch

Der Koffer mit den Pontifikalien des H. H. Bischofs wurde vom Küster am 14.8. in der Kurie des H. Herrn Weihbischofs abgeholt und am Nachmittag des 15. wieder zurückgebracht. Das feierliche Pontifikalamt wurde von dem Südwestfunk übertragen. Der [korrigiert aus „die“] Aufnahmewagen standen1 im Garten des Bischofshofes. Von dem Wagen aus führten Kabel durch das zu öffnende Fenster in der SO-Konche, dann über den unteren Mönchsgang, wo die Verzweigungen zu den Mikrophonen abgingen. Mikrophone standen: 2 am Hochaltar (1 Reserve)

1 beim Chor 1 am Thron des Bischofs. Während des Pontifikalamtes wurde die Urkunde des Heiligen Vaters über die Erhebung der Liebfrauenkirche zur Basilika minor in lateinischer und deutscher

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Sprache vorgelesen. Sofort daran hielt der H.H. Weihbischof die Festpredigt. Für die Verlesung und die Predigt wurde das Ständermikrophon der Kirche vor den Hochaltar gestellt. (Küster). Das Amt wurde zum Volke zu zelebriert, also an der dem Sakramentsaltar zugewandten Seite des Hochaltares. Vorlesung der Urkunde und Predigt waren ebenfalls an dieser Seite des Hochaltares. Öffnung der Kirche: 8 Uhr Läuten: 1.) 9 Uhr – 915 Uhr mit allen Glocken 2.) Zum Te Deum am Schluß des Pontifikalamtes, mit allen Glocken. Unmittelbar nach dem Pontifikalamt war noch eine stille hl. Messe. Da bereits zum Te Deum geläutet wurde, wurde für diese Messe nicht mehr geläutet. 2000 Uhr Abendmesse: Läuten mit allen Glocken um 1945 Uhr.

In der Sakristei waren bereitgestellt: Vortragskreuz, Akolythenleuchter und die 12 Meßdienerkerzen.

[S. 45]

Für die Meßdiener waren die Feiertagstalare, die besten Röckel und die großen und kleinen Feiertagskragen vorher herausgehangen worden und für diesen Tag mit Namensschildern versehen worden. Es wußte also jeder Junge genau, was er anzuziehen hatte. An Paramenten wurden getragen: 4 gleiche Alben (von 10 neuen Alben), Brokatkapelle, 4 neue Cingulums,

neue Schultertücher. Für das Pontifikalamt wurde die neue Kelchgarnitur genommen (Fische) und der beste Kelch. Für die stille hl. Messe nach dem Pontifikalamt war das blaue Mariengewand ausgelegt. In der Abendmesse trug H. H. Dr. Baldus das Brokatgewand mit blau-rotem Stab. Es wurde in allen hl. Messen das gute Missale mit dem weißen mit Stickerei gezierten Stoffumschlag benutzt sowie ein neues Pultdeckchen nach Art der Altarschutzdecken.

[S. 46 (Leerseite)]

[S. 47]

Erfahrungen:

1.) Der vorgesehene Kredenztisch wurde von den Kunstsachverständigen in letzter Minute für nicht geeignet und unschön gehalten und abgelehnt. Die ersten Bänke östlich der beiden Vierungssäulen mit den Ambonen dienten als Kredenz. Diese Lösung fand nicht allseits Anklang. 2.) Die Rituale für das Te Deum hat der Küster vergessen bereitzulegen. Der Fehler konnte in einem günstigen Augenblick während dem Amt beseitigt, d.h. die Rituale unauffällig zurechtgelegt werden. 3.) Die Albe für den H.H. Bischof hatte einen schwarzen Einsatz. Dieser wurde beanstandet, da er für einen Würdenträger unzulässig ist. 4.) Die Brokatkapelle war zum Ausbessern weggegeben worden und es war vergessen worden, dieselbe zeitig abzuholen. Am späten Nachmittag war sie zur Stelle. 1 Hier wurde nach der Korrektur allerdings das Verb in die Singularform nicht angepasst. 5.) Die Kerzen der beiden Akolythenleuchter hätten

[S. 48] größer sein dürfen, jedenfalls für diesen Anlaß. Ein Kerzenvorrat war noch nicht in Liebfrauen, so daß ein Auswechseln nicht möglich war vor dem Amt. Gegenüber den schönen großen Leuchtern waren die Kerzen in Bezug auf ihre Länge puppig. 6.) Die Biretts der assistierenden Geistlichen waren nie dort, wo sie gebraucht wurden. Beim Gloria lagen sie am Altar statt auf den Sedilien, beim Schlußevangelium waren sie auf den Sedilien. In Zukunft sind für ein Pontifikalamt die Meßdiener entsprechend vorher zu unterweisen.

Die Wiedereröffnung der Liebfrauen-Basilika am 15. August 1951 

Ansprache von Generalvikar Heinrich von Meures 

Weihbischof Stein bei der Wiedereröffnung

Unbestritten ist in der abendländischen Welt der hohe Rang der frühgotischen Kirche Unserer Lieben Frauen in Trier. Stets galt sie als ein kostbares und geliebtes Kleinod, das, trotz seiner bescheidenen Ausmaße, neben den gewaltigen Kathedralen der Gotik infolge seines einzigartigen Grundrisses und seiner künstlerischen Vollendung seinen Platz behauptet. 

Groß war deshalb der Schmerz nicht nur der Pfarrfamilie von Liebfrauen und des Bistums Trier, sondern der Schmerz der abendländischen Kulturwelt, als am Vortag des Festes der Aufnahme Mariens in den Himmel, am 14. August des Jahres 1944, die Brandbomben auf das Kleinod niederfielen, als das Feuer das Gebälk des Turmes und die Dächer vernichtete und Glut und Hitze das Gebäude schwer beschädigten. 

Größer noch wurde die Trauer, und sie wurde zum tiefen Schmerz, als in den apokalyptischen Tagen der Stadt Trier Ende Dezember 1944 der Luftdruck der niederfallenden Bomben und Minen das Gotteshaus bis in den Grundfesten erschütterte, als Artilleriebeschuß und Sprengbomben das Bauwerk bis in das Herz trafen. 

Erschüttert standen die Wächter des Heiligtums in den Tagen der Zerstörung vor dem geliebten Kleinod; und als die Stadt sich im Frühjahr 1945 allmählich wieder bevölkerte, stand mancher Trierer tief betroffen vor dem Heiligtum, über dem der Greuel der Zerstörung lag und stellte sich bedrückten Herzens die Frage, ob Liebfrauen je einmal wieder aus den Trümmern erstehen werde. 

Heute nun ist das Werk vollbracht; heute, nach sieben Jahren rastloser und unermüdlicher Arbeit ist das Werk, das Vielen unmöglich schien, vollendet. Heute steht Liebfrauen vor uns in seiner ganzen reinen, herrlichen Schönheit. Heute freut sich mit der Pfarrfamilie Unserer Lieben Frauen das Bistum Trier, ja, heute erfüllt Freude die gesamte abendländische Kulturwelt, und diese Freude über die Rettung der Liebfrauenkirche findet in dieser Stunde ihren beredten Ausdruck. 

Pastor Jonas verliest die Urkunde zur Basilikaerhebung

An dieser Freude nimmt teil der oberste Hirte der hl. Kirche, Papst Pius XII., der einst in dieser Kirche stand und die Schönheit des Raumes auf sich wirken ließ, der zum heutigen Tage der Liebfrauenkirche die Auszeichnung der Basilika verlieh, und sie so unter die bedeutenden Kirchen des kath. Erdkreises einreihte. 

In seinem Apostolischen Schreiben nennt er die Liebfrauenkirche ein auserlesenes und vollendetes Kunstwerk, das als wundersame Edelblüte der Gotik von allen gerühmt wird. 

An unserer Freude nimmt teil der Hirte der Trierer Kirche, Erzbischof Dr. Franz Rudolf Bornewasser, der durch sein hohes Alter und seine Abwesenheit von Trier leider zu seinem Bedauern an unserem Feste nicht teilnehmen kann, der aber dem Heiligen Vater die Bitte vortrug, Liebfrauen zur Basilika zu erheben, und der am Aufbau der Kirche stets ein reges Interesse hatte. 

An unserer Freude nimmt teil die deutsche Bundesrepublik und unser Nachbarland Frankreich, das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Trier – an unserer Freude nimmt teil die gesamte abendländische Kulturwelt 

Liebfrauen wurde Basilika

Das päpstliche Dekret Papst Pius XII. 


Zum ewigen Gedenken! 

Die Kirche Unser Lieben Frauen in Trier, die der Aufnahme Mariens in den Himmel geweiht ist, nimmt unter allen Kirchen des Bistums Trier, die den gleichen Titel tragen, durch ihr Alter und ihre religiöse Bedeutung eine hervorragende Stellung ein. Gleich wie die Hohe Domkirche, an die sie sich unmittelbar anschließt, geht ihr Bau auf die Zeiten Kaiser Konstantins zurück; die neuen Ausgrabungen haben die Fundamente, die vor so langer Zeit gelegt wurden, wieder freigelegt. Als diese Kirche zu Beginn des 13. Jahrhunderts infolge ihres hohen Alters zusammenstürzte, wurde sie in dem gerade damals sich entwickelnden gotischen Stil wieder aufgebaut; heute noch ist sie ein hervorragendes Denkmal dieses Stiles. Mit dem Hohen Dom bildet die Kirche Unser Lieben Frauen gleichsam einen einzigen Baukörper; aus einer Wurzel entstanden, teilte sie mit ihm lange Zeit dieselben Ausmaße und die gleiche Vorhalle, und sie hatte mit ihm gemeinsam die Diener am Heiligtum. Auch müssen Wir erwägen, daß die Gläubigen des Bistums Trier mit Vorliebe in diesem Gotteshause den Bund heiliger Ehe schließen, damit auf die Fürsprache der jungfräulichen Gottesmutter und der vor allen auserwählten Braut Christi ihr Ehebund rein und glücklich sei. 

Die Kirche ist ein so auserlesenes, vollendetes Kunstwerk, daß sie als wundersame Edelblüte der Frühgotik von allen gerühmt wird. 

Damit nun dieses Gotteshaus auch ausgezeichnet werde zur Erinnerung an die Verkündigung des Glaubenssatzes von der Aufnahme Mariens in den Himmel, die Wir unter der jubelnden Zustimmung des ganzen katholischen Erdkreises vor nicht langer Zeit mit unfehlbarem Spruche feierlich vollzogen haben, hat Unser ehrwürdiger Bruder Franz Rudolf Bornewasser, Bischof von Trier, Uns gebeten, Wir möchten ihr den Namen und die Rechte einer Basilika verleihen. Gern haben Wir seine Bitten aufgenommen und dazu noch das Gutachten unseres ehrwürdigen Bruders, des Kardinals der heiligen römischen Kirche und Bischofs von Velletri, Clemens Micara, des stellvertretenden Präfekten der Ritenkongregation angehört. 

Bild: Echando una mano und Stv26

So erheben Wir denn nach genauer Prüfung und reifer Überlegung in der Fülle Unserer Päpstlichen Gewalt Kraft dieses Schreibens für ewige Zeiten die Kirche Unser Lieben Frauen, die der Aufnahme Mariens in den Himmel geweiht ist und in der Stadt und im Bistum Trier gelegen ist, zur ehrenvollen Würde einer Basilika. 

Zugleich verleihen Wir ihr alle Rechte und Privilegien, die den Kirchen rechtmäßig zukommen, die diesen Ehrentitel tragen. Dieser Unserer Anordnung soll nichts entgegenstehen. So verordnen und verfügen Wir und bestimmen, daß Unser gegenwärtiges Schreiben dauernd rechtsgültig sei und bleibe. Es soll in voller und uneingeschränkter Wirkung bestehen bleiben. Es soll allen, die es angeht oder später angehen wird, jetzt und für die Zukunft als vollgültiger Rechtstitel zur Seite stehen. Dementsprechend soll geurteilt und entschieden werden. Von vornherein soll alles ungültig und unwirksam sein, was jemand, welche Würde er auch bekleiden mag, wissentlich oder unwissentlich gegen die Rechtswirksamkeit dieses Schreibens unternimmt. 
 

Gegeben in Castel Gandolfo unter dem Siegel des Fischerringes am 13. Juli im Jahre 1951  
im 13. Jahre Unserer päpstlichen Regierung. 
 

Im besonderen Auftrag Seiner Heiligkeit Für den Herrn Kardinalstaatssekretär Gildo Bruguola 
Leiter der Kanzlei der päpstlichen Urkunden 

Handschriftliche Ergänzung von Prälat Nikolaus Jonas, dem damaligen Pastor von Liebfrauen:  
Dieser Passus ist von Hl. Vater selbst formuliert in einem Brief, den er als päpstlicher Nuntius nach einem Besuch in Trier [Anm. MN: 1927] an unsern damaligen Bischof geschickt hatte. Die Formulierung als Urteil des späteren Papstes war eine große Hilfe bei den Verhandlungen mit den französischen Dienststellen. 

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